Sommer, 05.36 Uhr
Mit diesen Worten bricht der Tag an. Mit diesen Worten jetzt und hier Wird die Zeit zum stillen See. An den Ufern Glück und Trauer. Darin Ruhe.
„Halte deinen Altar leer“
Ein Kieselstein, eine Fahrkarte, eine vertrocknete Rose, ein Post-it in Herzform: so häufen sich die Heiligenbildchen. Das Leben ist ein Windstoss und wirbelt sie durch die Luft.
Für einen kleinen Moment
Hochebene, Sonne und Regenwolken, Hornusser trainieren auf der Weide. Innehalten am Wegrand: eine grosse Stille tritt ein. Dieselbe Szene betrachtet aus den Augen des Hornussers auf der Linie, der Krähe in der Tanne, des Milans am Himmel, der Ameisen im Gras, der Pferde am Horizont. Ich kann sie schnauben hören.
